Denkanstöße zur Digitalisierung

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Gespeichert von Verena Schmidt am 2. Januar 2018
Titelbild der Broschüre leben - lieben - liken mit Männchen im Pixeldesign
2. Januar 2018

Denkanstöße zur Digitalisierung

Broschüre „leben – lieben – liken“ beleuchtet die Folgen des digitalen Wandels für Familien

„Ich glaube an das Pferd. Das Automobil ist nur eine vorübergehende Erscheinung“, sprach der letzte deutsche Kaiser Wilhelm II. aus voller Überzeugung – und lag damit genauso falsch wie manche Fachleute, die einst empfahlen, das Internet einfach zu ignorieren. Längst ist die Digitalisierung in unserem Alltag angekommen und verändert die Gesellschaft. Welche neuen Herausforderungen sich speziell Familien dadurch stellen und wie diese gemeistert werden können, erörtert die Broschüre „leben – lieben – liken“ der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft Familie Nordrhein-Westfalen (eaf-nrw).

 

„Nicht mitmachen ist auch keine Lösung“, stellt Autor Remi Stork, Mitglied der Geschäftsführung der eaf-nrw, einleitend fest und plädiert für eine sorgfältige Auseinandersetzung mit den Chancen und Risiken von Digitalisierung in den persönlich relevanten Lebensbereichen. Er ermuntert Eltern und pädagogische Fachkräfte dazu, den neu gewonnenen Möglichkeiten – zum Beispiel für Kommunikation und Bildung – gegenüber aufgeschlossen zu sein und die Begeisterung der Kinder und Jugendlichen positiv zu nutzen. Es sei „erfolgversprechender […], mit diesen Kräften zu segeln“ anstatt sie kontrollieren zu wollen.

Digitalisierung wirft Fragen auf

Familien können täglich erleben, wie der Einzug von digitaler Technik in nahezu alle Lebensbereiche ihren Alltag verändert. Dadurch entstehen viele Fragen: Wollen oder müssen Eltern über mobile Nachrichtendienste ständig und überall für ihre Kinder erreichbar sein, um deren Bedürfnisse und Erwartungen umgehend erfüllen zu können? Wie gestaltet sich im „Homeoffice“ die Abgrenzung zwischen Arbeits- und Familienzeit? Dürfen Eltern Fotos ihrer Kinder einfach online stellen? Medienkompetenz wird in Anbetracht der Vielzahl von neuen technischen Geräten, Programmen oder Plattformen zur gemeinsamen Herausforderung für Eltern und Kinder: Wer lernt was von wem?

Anregungen aufgreifen und Vorbild werden

Erfahrene Fachleute greifen in der Broschüre diese und viele weitere Fragen auf und beleuchten Themen wie Kommunikation, Identität, Konfliktbearbeitung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Bildung, Inklusion oder Datenschutz. Ein wichtiger übergreifender Aspekt dabei: Kinder und Jugendliche haben auch im digitalen Raum das Anrecht auf selbstbestimmtes Handeln und Privatsphäre, benötigen jedoch eine altersangemessene Begleitung.
Erwachsene können mit einer klaren Haltung zu Umfang und Grenzen der Nutzung von digitalen Angeboten gute Vorbilder sein. Dafür ist es empfehlenswert, sich bewusst mit den vielfältigen Auswirkungen von Digitalisierung auseinanderzusetzen. Als Sammlung wertvoller Denkanstöße zum Thema kann „leben – lieben – liken“ eine hilfreiche Ausgangsbasis sein.

Die Evangelische Arbeitsgemeinschaft Familie Nordrhein-Westfalen (eaf-nrw) ist der familienpolitische Landesverband der Evangelischen Kirchen im Rheinland, in Westfalen und in Lippe für NRW. Die eaf-nrw versteht sich als fachkompetentes, interdisziplinäres Netzwerk in familienrelevanten Fragen und setzt sich im gesellschaftspolitischen und kirchlichen Raum für die Anliegen und Bedürfnisse von Familien ein.

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