Planung und Flexibilität sind das A und O für eine gute Vereinbarkeit

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Weltspartag - Frau zwei Kinder und Pressesprecher Frank Hötzel sitzen vor einer großen Plüscheule
Interview
27. November 2017

Planung und Flexibilität sind das A und O für eine gute Vereinbarkeit

4 Fragen an … Frank Hötzel, Sparkasse Mülheim

Im Interview mit vaeter.nrw hebt Frank Hötzel, Pressesprecher der Sparkasse Mülheim, die Bedeutung von variabler Arbeitszeitgestaltung für Väter in allen Lebensphasen hervor.

 
vaeter.nrw:
Herr Hötzel, Sie sind Pressesprecher der Sparkasse Mülheim und Vater von drei Kindern. Wie schaffen Sie es, diese beiden Lebensbereiche so zu gestalten, dass Sie sagen: „Es läuft!“
Frank Hötzel:
In erster Linie ist Planung sehr wichtig – und zwar nicht nur bei den beruflichen Terminen, sondern gerade auch im Bereich der Familie. Bei aller guten Planung folgt dann als nächster wichtiger Punkt die Flexibilität. Hier spielt zum einen natürlich die eigene Flexibilität in der Arbeitszeit eine Rolle. Aber auch die Flexibilität der Kolleginnen und Kollegen (Wie gut bereite ich meine Abwesenheit vor?) und die Flexibilität des Arbeitgebers (Wann benötigt der Arbeitgeber mich wirklich?) müssen genau hinterfragt und klar und gut kommuniziert werden.
vaeter.nrw:
Unterstützende Maßnahmen von Unternehmensseite sind für eine gelingende Vereinbarkeitslösung genauso wichtig wie partnerschaftliche Vereinbarungen. Mit welchen Maßnahmen schaffen Sie es persönlich, das Zusammenspiel zu organisieren?
Frank Hötzel:
Meine Frau und ich planen die Woche privat sehr genau vor – gemeinsam mit den Kindern. Bei dieser Planung stellt man dann sehr gut fest, wo es an Zeiten fehlt. Die Kinder an dieser Planung zu beteiligen funktioniert gut, denn gerade ihnen fällt schon mal eher auf, wenn der Papa gar nicht da ist und fordern dies dann berechtigterweise auch ein.
vaeter.nrw:
Welche Kommunikationsmaßnahmen nutzen Sie innerhalb des Unternehmens, so dass Väter sich angeregt fühlen, Vereinbarkeitslösungen anzufragen und umzusetzen? Welche Rolle spielt das Thema Väter- und Familienfreundlichkeit bei der Fachkräftegewinnung?
Frank Hötzel:
Wir gehen im Hause sehr offen und aktiv mit dem gesamten Thema der variablen Arbeitszeit um. Sehr aktiv werden den Mitarbeitern zum Beispiel Möglichkeiten aufgezeigt, wie ein Wechsel in Teilzeit umgesetzt werden kann. Wir nutzen dabei unsere internen Kommunikationskanäle sowie das „Vorleben als gutes Beispiel“, gerade auch durch Führungskräfte. Unser Personaldirektor beispielsweise nutzt auch eine Variante der Teilzeit. Das führt dazu, dass sich immer mehr Mitarbeiter bewusst mit der Frage nach passenden Vereinbarkeitslösungen auseinandersetzen, um Beruf und Familie gut in Einklang zu bringen. Grundsätzlich sind wir davon überzeugt, dass variable Arbeitszeitgestaltung, die es den Mitarbeitern ermöglich, die private Lebensplanung mit den Anforderungen des „Jobs“ überein zu bringen, immer wichtiger bei der Rekrutierung gut ausgebildeter Mitarbeiter wird.
vaeter.nrw:
Wie würden Sie als Pressesprecher und Vater Ihre familienfreundliche Sparkasse Mülheim beschreiben?
Frank Hötzel:
Grundsätzlich sind natürlich die Einforderung der Elternzeitmonate für Väter sehr wichtig, damit sich so etwas wie ein Selbstverständnis sowohl für die Väter als auch für den Arbeitgeber entwickelt. Je mehr Vorreiter es gibt, desto selbstverständlicher wird es. Mein Arbeitgeber hat auch im Sinne der Familienfreundlichkeit mögliche Arbeitszeitmodelle entwickelt, die allesamt mehr Freiraum für die Familie ermöglichen. Familienfreundlichkeit heißt nämlich nicht nur, dass Väter zwei Elternzeitmonate nehmen, sondern auch darüber hinaus die Möglichkeit haben, Zeit mit ihren Kindern zu verbringen. Außerdem bin ich nicht nur Vater von drei Kindern, sondern habe selbst auch einen Vater. Hinsichtlich der Pflege von Angehörigen gibt es ebenfalls Varianten bei der Arbeitszeit, die für mich eine familienfreundliche Sparkasse ausmachen.
   
Frank Hötzel vor der Sparkasse Mühlheim
Zur Person:
Frank Hötzel

Frank Hötzel ist Pressesprecher bei der Sparkasse Mülheim an der Ruhr. Die Sparkasse Mülheim an der Ruhr gibt es seit 175 Jahren. Gut die Hälfte aller Mülheimer Bürgerinnen und Bürger hat eine Kontoverbindung bei der Sparkasse. Das Haus ist mit zwölf Filialen das größte Kreditinstitut in Mülheim und der wichtigste Finanzdienstleister vor Ort. Mit einer Bilanzsumme von 2,8 Milliarden Euro und 86.308 Kundenkonten ist die Sparkasse ein starker Partner und wichtiger Wirtschaftsfaktor.  
Von den knapp 500 Beschäftigen beträgt der Anteil männlicher Beschäftigter an der Gesamtbeschäftigtenzahl  41%  Prozent.

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