Spitzenvater des Jahres 2017

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Prof. Dr. Ulrike Detmers, Initiatorin und Gesellschafterin, Mitglied der zentralen Unternehmensleitung und Sprecherin der Mestemacher-Gruppe (2.v.l.) mit dem Spitzenvater des Jahres 2017 Yoshinao Mikami (3.v.r), Spitzenvater des Jahres 2017 Oliver Blau (1.v.l.) und den Sonderpreisträgern, das Väterzentrum e.V., vertreten durch Eberhard Schäfer und Marc Schulte und Dr. Ralf Kleindiek, Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (3.v.l.)
20. März 2017

Spitzenvater des Jahres 2017

Yoshinao Mikami, Oliver Blau und das Väterzentrum e. V. Berlin ausgezeichnet

Am 10. März 2017 wurde in Berlin der „Mestemacher Preis Spitzenvater des Jahres“ 2017 an Yoshinao Mikami, Oliver Blau und das Väterzentrum e. V. Berlin verliehen. Der Preis ist mit je 5.000 Euro für die beiden ausgezeichneten Spitzenväter und mit 2.500 Euro für den Sonderpreisträger dotiert. Schirmherrin ist Manuela Schwesig, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

 

Zur Förderung der Männeremanzipation würdigte das Familienunternehmen Mestemacher GmbH zum zwölften Mal moderne Männer, die sich als Väter mit großem Engagement für ihre Kinder einsetzen und eine partnerschaftliche Aufteilung von Familien- und Erwerbsarbeit leben.

Die Spitzenväter des Jahres 2017

Yoshinao Mikami aus Essen

2010 ist Yoshinao Mikami mit seiner deutschen Frau Stefanie Nartschik-Mikami und der damals fast vierjährigen Tochter Patrizia Saya von Tokyo nach Deutschland gezogen. Der Familienvater hat seine langjährige Tätigkeit als Musiker und Komponist auf die des Komponisten konzentriert. Er traf diese familienfreundliche Entscheidung, da ihm die Berufsausübung seiner Frau und die gemeinsame Erziehung und Bildung seines Kindes wichtiger sind. Viel Zeit verwendet er auf die Förderung der Tanzleidenschaft seiner Tochter. Patrizia Saya besucht eine Ballettschule. Am Samstag begleitet er sie zur japanischen Ergänzungsschule. Yoshinao Mikami übernimmt zur Entlastung seiner Frau regelmäßig Hausarbeiten.

Im April 2017 erwartet die Familie das zweite Kind. Yoshinao Mikami plant seine Elternzeit zunächst für sechs Monate. Selbstverständlich wird sich das Elternpaar die Familienaufgaben weiterhin angemessen untereinander aufteilen. Die Schwiegereltern sowie ein Netzwerk aus befreundeten Eltern unterstützen bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Mit den deutsch-japanischen Eltern, deren Kinder ebenfalls die Ergänzungsschule besuchen, verbindet Familie Mikami, dass sie teilweise ähnliche Herausforderungen meistern müssen. Neben der bilingualen Erziehung spielt auch die Vermittlung deutscher sowie japanischer Kultur ein wichtige Rolle.

Yoshinao Mikami repräsentiert weder den typischen japanischen noch deutschen Mann und Vater. Er zählt vielmehr zu der Gruppe der Wegbereiter, die eine neue, familienfreundliche Väterkultur leben.

Oliver Blau aus Jersbek

Der absolute Familienmensch Oliver Blau hat gleich nach der Geburt jedes seiner drei Kinder den Grundstein für eine ganz besondere Vater-Kind-Beziehung gelegt. Sohn Niklas wurde 2011 geboren, zwei Jahre später kam Sohn Felix zur Welt und Tochter Charlotte erblickte 2015 das Licht der Erde. Vater Oliver Blau und Mutter Sylvia Blau teilten sich bei den drei Sprösslingen die Elternzeit von jeweils rund einem Jahr. Seit dem beruflichen Wiedereinstieg helfen passende Kinderbetreuungslösungen, Familie und Beruf zu vereinbaren.

Sylvia Blau, Dipl. Ingenieurin, und Oliver Blau, Dipl. Ingenieur, sind in leitenden Positionen angestellt. In der Familie Blau läuft alles rund, weil das Paar gleichberechtigt Beruf und Familie unter einen Hut bringt und so die Belastungen in Grenzen hält. Oliver Blau ist mit Leib und Seele Familienmanager und hat zugleich eine hohe Motivation in seinem Job. Selbst wenn er unverhofft wegen plötzlicher Erkrankung eines Kindes seine Arbeit unterbrechen muss, um das Kind aus der Kita abzuholen, ist er ausgeglichen und gelassen. Liebevoll konzentriert er sich auf das Kind und kümmert sich fürsorglich. Gute Ernährung für seine Kinder ist ihm wichtig. Er erledigt den Einkauf, fährt die Kids zur Kita, holt sie abends ab, feuert seinen Sohn Niklas beim Fußballspiel an.

Oliver Blau's Arbeitgeber hilft mit flexiblen Arbeitszeiten und einer Homeoffice-Lösung dabei, dass der Vater trotz der Doppelbelastung gut gelaunt bleibt. Arbeiten und Großfamilie lässt sich mit alternierender Arbeitszeit optimal in der sogenannten "Rushhour" des Lebens hinbekommen.

Der Sonderpreisträger Väterzentrum e.V. aus Berlin

Das Väterzentrum e. V. Berlin unterstützt den Trend zur engagierten Vaterschaft, indem es Väter in allen familiären Situationen fördert, informiert und vernetzt. Das Väterzentrum Berlin berät ebenfalls Institutionen und Unternehmen über die Potenziale und Chancen engagierter Vaterschaft und beteiligt sich aktiv in der Familien- und Gesellschaftspolitik. Mit diesem Ansatz der Väterförderung ist das Väterzentrum Berlin einmalig. Die Arbeit des Vereins basiert auf internationalen wissenschaftlichen Erkenntnissen der Väter- und Familienforschung, sowie auf Ergebnissen der Kleinkindpsychologie.

Hintergrund

„Partnerschaft und geschlechterdemokratische Beziehungen sind für Spitzenväter selbstverständlich. Sie brechen sich keinen Zacken aus der Krone, weil sie die Partnerin bei deren Karriere unterstützen und für die Kinder da sind", betont die Gesellschafterin, Mitglied der Unternehmensleitung, Sprecherin der Mestemacher-Gruppe und Initiatorin des Gleichstellungspreises, Prof. Dr. Ulrike Detmers. Seit 1994 engagiert sich die Mestemacher GmbH für die Förderung der Gleichstellung von Frau und Mann und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Der „Mestemacher Preis Spitzenvater des Jahres“ wird seit 2006 einmal jährlich verliehen.

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