Videoreihe „Vätersache“

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Gespeichert von Frauke Greven am 25. Januar 2017
Fotos v.l.n.r: Eli Abeke, Fabian Christiandl, Jörg Fuchs, Christian Gärtner, Dr. Bernard Knubel, Thomas Mahlberg, Bill Mockridge, Ahmet Sinoplu, Muhammed Syyad Warsi, Ataman Yildirim
3. April 2017

Videoreihe „Vätersache“

Väter im Porträt

Was treibt Sie als Vater um? vaeter.nrw will es wissen und startet zum Jahresbeginn die Interviewreihe „Vätersache“. In zehn sehr persönlichen Video-Porträts erzählen Väter aus Nordrhein-Westfalen über ihr Vater-Sein.

 

Was macht mich als Vater stolz? Welche Werte möchte ich meinem Kind vermitteln? Wie teilen wir Eltern uns die Erwerbs-, Familien- und Hausarbeit? Wie sehen meine schönsten Vater-Momente aus? Im Gespräch mit dem Filmemacher und Fotograf Jürgen Kura geben die Männer den Blick frei auf die vielen Facetten ihrer Vaterrolle.

Die Filme zeigen auf eindrucksvolle Weise: So individuell jeder Mensch sein Leben gestaltet, so einzigartig entwickelt jeder der vorgestellten Männer seine Vater-Kind-Beziehung. Freuen Sie sich auf eine abwechslungsreiche Sammlung von Gedanken über und Erwartungen an das eigene Vater-Sein. Nachdenklich und emotional, geprägt von verschiedenen Kulturen, in Partnerschaft oder getrennt lebend, mit vielfältigen Berufsbildern und Lebenserfahrungen.

Ein roter Faden ist jedoch schnell zu erkennen: So unterschiedlich die Lebenssituationen und jeweiligen Familienkonstellationen auch sind, so eint doch alle vorgestellten Väter der Stolz auf ihre Kinder und das Glück, sie auf ihrem Weg ins Leben verantwortungsvoll und mit viel Freude zu begleiten.

Filme aus der Reihe "Vätersache"
 

 

Bill Mockridge: "Ich habe meinen Vater nie umarmt"

Der Schauspieler Bill Mockridge erzählt, wie er als Sechsjähriger seinen Vater, der von einer Reise zurückkam, umarmen wollte und dieser sagte: „Männer in diesem Haus küssen sich nicht und umarmen sich nicht.“ Doch diese Form der Erziehung hat ihn selbst nicht daran gehindert, für seine sechs Söhne ein 150-prozentiger Vater zu sein. Er beschreibt, wie er für seine Kinder da war, manchmal vielleicht auch ein bisschen zu viel, wie er selbstkritisch anmerkt. Bill Mockridge hat einen großen Schatz an Vater-Erfahrungen gesammelt. Sein persönliches Fazit lautet: Präsent sein, zuhören, auf die Kinder reagieren und auch selbst agieren.

(erschienen am 03.04.2017)

Dr. Bernard Knubel: "Ich habe einen Mordsspaß am Vatersein."

Was fühlt ein Vater, wenn er drei Tage vor der Geburt seines Kindes die betriebsbedingte Kündigung erhält? Im aktuellen Film spricht Dr. Bernard Knubel darüber, welche Verunsicherung der Arbeitsplatzverlust für ihn bedeutete und zwar gerade in einer Phase, in der er seinem Sohn Sicherheit bieten wollte. Heute weiß er, dass die Sicherheit über eine starke Bindung zustande kommt. Er freut sich als Vater tagtäglich die Entwicklungsschritte seines Sohnes Camillo begleiten zu dürfen. Die intensive Auseinandersetzung mit ihm als Menschen einer ganz anderen Altersstufe empfindet er als großes Geschenk.

(erschienen am 17.03.2017)

 

 

Ahmet Sinoplu: "Das gemeinsame Sein ist das Besondere.“

"Es gibt keinen Moment, den ich nicht liebe!“ beschreibt Ahmet Sinoplu begeistert seinen Familienalltag mit dem zweijährigen Sohn Cem-Gregor. Dank seiner achtmonatigen Elternzeit, einer 30-Stunden-Woche und eines sehr guten Familien-Zeitmanagements gelingt es dem Sozialpädagogen, seinen Sohn von Geburt an intensiv zu begleiten. Anders als sein eigener Vater, der immer viel gearbeitet hat und wenig für ihn da war, will er sich die wertvolle Zeit als Vater nicht nehmen lassen.

(erschienen am 09.03.2017)

Fabian Christiandl: „Das Vatersein hat mir eine ganz neue Welt eröffnet.“

Fabian Christiandl gibt einen Einblick in sein erfülltes Vatersein. Er wusste vor der Geburt von seinem Sohn Max nicht, dass er etwas Besonderes mitbringt, das Down Syndrom. „Unmittelbar nach der Geburt war ich erst einmal geschockt. Ich dachte für einen kurzen Moment, dass das Leben vorbei ist“, sagt er. „Das lag aber vor allem daran, dass ich keine Ahnung hatte.“ Heute weiß er, dass Max ein tolles Kind ist, extrem begeisterungsfähig und lernfreudig. „Ich bin dankbar für jeden Tag mit ihm."

(erschienen am 01.03.2017)

Christian Gärtner: „Ich teile das ganze Leben mit meinen Kindern.“

Die Trennung der Eltern bedeutet eine tiefgreifende Veränderung im Familienleben. Christian Gärtner berichtet, wie er gemeinsam mit seiner Ex-Partnerin eine gute Lösung gefunden hat, die innige Beziehung zu seinen zwei Kindern auch in dieser besonderen Situation weiter zu leben. Dank des sogenannten Wechselmodells verbringen Lotta und Tom je zwei Tage und abwechselnd die Tage Freitag bis Sonntag bei ihm bzw. bei der Mutter. So kann Christian Gärtner seinen Anteil zu der Entwicklung der Kinder beitragen und lebt seit vier Jahren gemeinsam mit ihnen einen Alltag, der sie eng verbindet.

(erschienen am 22.02.2017)

Eli Abeke: „Mein Sohn gehört zur Gesellschaft dazu – genau wie ich“

"Die schönsten Momente sind, wenn mein kleiner Sohn mir Fragen stellt, zum Beispiel nach meiner Herkunft", sagt der in Nigeria geborene Eli Abeke, Vater von drei Kindern (6, 23, 24). "Das bringt mich dazu, an meine eigene Kindheit zu denken, wie auch ich meinem Vater viele Fragen gestellt habe." Eli Abeke beschreibt, warum es für ihn selbstverständlich ist, dass ein Vater sich nicht nur im Beruf sondern auch im Haushalt engagieren muss – und was sein eigener Vater damit zu tun hat.

(erschienen am 15.02.2017)

Thomas Mahlberg: „Ich möchte nicht so enden wie mein Vater.“

Thomas Mahlberg, Bäckereifacharbeiter auf Arbeitssuche, erzählt, wie ihn die Erfahrungen von Alkohol und Gewalt seitens seines Vaters geprägt haben. Er grenzt sich klar davon ab und beschreibt, wie er seine drei Töchter mit Zuspruch und Unterstützung durchs Leben begleitet.

(erschienen am 06.02.2017)

Ataman Yildirim: „Wenn ich mit meinen Kindern koche, bin ich in meinem Element.“

Ataman Yildirim beschreibt, warum es ihm besonders wichtig ist, dass seine vier Kinder die Natur erleben und selbstständig durchs Leben gehen. Er betrachtet Vielfalt als Chance und ermuntert seine Kinder, von anderen zu lernen und eigene Potenziale zu nutzen.

(erschienen am 31.01.2017)
 

Jörg Fuchs: „Wenn die Kinder mich eines Tages 'Onkel' nennen, verkaufe ich die Firma.“

Jörg Fuchs, Vater zweier Töchter im Schulalter, sagt: „Wenn Vater, dann richtig“. Er teilte sich von Anfang an die Familien- und Hausarbeit mit seiner Frau. Dafür hat der selbstständige Metallbau-Meister die Arbeitsabläufe in seinem Handwerksbetrieb so organisiert, dass er nachmittags bei seinen Kindern sein kann. Chef und Vater sein? Unbedingt! Denn: Ein Leben ohne seine Kinder kann er sich nicht mehr vorstellen.

(erschienen am 29.01.2017)
 

Muhammed Sayyad Warsi: „Ich liebe es, wenn er ‚Vater‘ sagt“

Muhammed Sayyad Warsi erzählt aus dem Alltag mit seinem vierjährigen Sohn. Er berichtet über seine Wünsche für ihn und verrät seinen schönsten Glücksmoment als Papa: „Ich liebe es, wenn er ‚Vater‘ sagt.“

(erschienen am 25.01.2017)
 

 

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