Wunsch-Zeit: Väter wollen flexiblere Jobs und mehr Familienzeit

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Mann sitzt am Laptop
24. März 2017

Wunsch-Zeit: Väter wollen flexiblere Jobs und mehr Familienzeit

Veränderung im Unternehmen mitgestalten

Gehören Sie dazu? Väter wünschen sich heute mehrheitlich ein Berufsleben, das sich mit dem Familienleben gut vereinbaren lässt, wie die Ergebnisse der Befragung zum 2. Väter-Barometer zeigen. Darauf reagiert die Arbeitswelt mit einer wachsenden Anzahl väterfreundlicher Angebote. Wie kann es nun konkret gelingen, Wunsch und Wirklichkeit zusammenzuführen?

 

Damit der Wunsch von Vätern nach mehr familiärem Engagement bei gleichzeitig verringerter beruflicher Aktivität für immer mehr Männer gelebter Alltag werden kann, braucht es zweierlei: zum einen Väter, die voran gehen und den Unternehmen ihre Bedarfe mitteilen. Auf der anderen Seite sind passgenaue Angebote für Väter von Arbeitgeberseite notwendig.

Es geht voran

Beides nimmt zu und ist auf gutem Weg, so die Ergebnisse der repräsentativen Befragung von 1.000 Vätern und 300 Unternehmen im Auftrag des Unternehmensprogramms „Erfolgsfaktor Familie“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Vor allem junge Väter zwischen 18 und 29 Jahren äußern demnach den Wunsch nach einer deutlichen Arbeitszeitreduzierung zugunsten der Familie. Sie fühlen sich mit ihrem Bedürfnis nach mehr Familienzeit zunehmend wahrgenommen und profitieren von flexiblen Angeboten ihres Arbeitgebers. Väter mit älteren Kindern äußern sich noch zurückhaltender. Was braucht es, damit sich alle Väter angesprochen fühlen?

Kommunikation und Kultur

Die Entwicklung einer väterfreundlichen Unternehmenskultur und die damit einhergehende vertrauensvolle, offene Kommunikation beider Seiten ist laut Väter-Barometer von zentraler Bedeutung. Unternehmen sollten sich aufgeschlossen und sensibel für die speziellen Bedarfe von Vätern mit Kindern aller Altersklassen zeigen. Es ist wichtig, dass diese Väter-Bedarfe auf ehrliche Akzeptanz treffen und Väterfreundlichkeit in Form von Vorbildern auf allen Unternehmensebenen gelebt wird. Vor allem Väter mit Elternzeiterfahrung erleben das inzwischen häufig.

„Wer sich traut, wird akzeptiert.“

Trauen Sie sich, auch nach der Elternzeit ihre Wünsche nach mehr Familienzeit mit Ihrem Vorgesetztem bzw. Ihrer Vorgesetzten auszuhandeln. Ist es für Sie derzeit schwierig, aufgrund von Arbeitsaufkommen, Vertragssituation oder finanziellen Aspekten ihre Arbeitszeit zu reduzieren? Vielleicht bieten Home-Office-Lösungen, Zeitwertkonten, Vertrauensarbeitszeit etc., die Chance, Ihre Arbeit räumlich bzw. zeitlich flexibler zu gestalten.

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