Pro & Contra zu demokratischer Urlaubsplanung

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Gespeichert von chefredakteur am 8. Juni 2016
Vater mit Kind auf den Schultern am Strand

Pro & Contra zu demokratischer Urlaubsplanung

Familienkonflikte

Berge oder Meer? Action oder Erholung? Die Frage nach dem richtigen Familienurlaub birgt Konfliktpotenzial. Um trotz unterschiedlicher Vorstellungen der Familienmitglieder zu einem Entschluss zu kommen, gibt es daher zwei grundsätzliche Wege: Demokratisches Aushandeln oder diktatorisches Bestimmen.

 

Demokratische Variante

Im Urlaub sind wir fast den ganzen Tag zusammen, da will ich kein Kind, dass die ganze Zeit jammert und unzufrieden ist, weil es „vieeeel liiiieber“ woanders hin fahren wollte. In unserer Familie können alle mitentscheiden, dann sind auch alle zufrieden. Und wenn das Wetter schlecht ist, sind wir alle mit „Schuld“, dass es dieses Jahr nach Dänemark ging und nicht ins sonnige Italien. Natürlich ist nicht alles machbar bzw. finanzierbar, was meine Söhne und meine Tochter vorschlagen. Dann setzen wir uns zusammen, meine Frau und ich erklären, was geht und was nicht und dann entscheiden wir gemeinsam, ob wir an einem Ort alle Interessen unterbringen können. Dabei lernen meine Kinder nebenbei, ihre Interessen zu formulieren, dafür einzutreten und Kompromisse zu machen – sehr nützliche Fertigkeiten, auch abseits der Urlaubsplanung. Ich erlebe diese Einigungsprozesse natürlich dann und wann als anstrengend, aber dafür merke ich, wie der gemeinsame Entscheidungsprozess die Vorfreude bei den Kindern erhöht. Und: die Konflikte räumen wir vorher aus dem Weg, sodass wir tatsächlich entspannt in den Urlaub starten können!

Diktatorische Variante

Der Vater, der Tyrann – das kann man so sehen, wenn man möchte. Aber meine Partnerin und ich arbeiten hart, kümmern uns in jeder freien Minute um die Kinder und den Haushalt, stecken im Alltag viel zurück. Deshalb finde ich es völlig legitim, dass wir vor allem überlegen, was WIR im Urlaub brauchen, um unsere Akkus aufzuladen. Deshalb suchen wir die Urlaubsziele aus und überlegen, ob uns mehr nach Aktivurlaub, Faulenzen oder Kulturprogramm zumute ist. Denn wir als Eltern möchten mal was anderes sehen, auch wenn die Kinder immer wieder in den gleichen Urlaubsort wollen, weil es ihnen dort so gut gefällt. Natürlich sind wir nicht so unfair und entscheiden uns für eine Reiseart, ein Reiseziel, von dem wir wissen, dass es ihnen gar nicht gefallen wird. Da würden wir uns ja auch selber „ins eigene Fleisch schneiden“, denn wenn Sohn und Tochter nur meckern, ist unsere Entspannung ebenfalls verdorben. Bis jetzt haben sie sich aber noch immer auf die von uns geplanten Urlaube gefreut und die gemeinsame Zeit mit uns genossen – egal wohin wir gefahren sind!

(vaeter.nrw)

Text aktualisiert am 8. Juni 2016

 

 

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